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Rezeptvergleich: Rhabarberkuchen – alt gegen neu

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Zum ersten Mal wächst dieses Jahr der Rhabarber, den ich vor bestimmt 5 Jahren gepflanzt habe, richtig üppig. Wahrscheinlich hat er meine scheiternden Rhabarberkuchenversuche geahnt…
😉

Rhabarber

Als erstes hab ich nämlich ein total hippes Rezept aus einer total hippen neuen Zeitschrift ausprobiert, bei dem die Einzelteile auch echt lecker geschmeckt haben: Mascarponecreme, Amarettini – nannte sich irgendwas in Richtung “umgedrehter Rhabarberkuchen” und sah bei der Zubereitung so aus:

Rhabarberkuchen erster Versuch

Das Dumme war nur, dass das Ding so wässrig war, dass es nach dem Backen total auseinander gefallen ist.
🙁

Beim nächsten Versuch hab ich auf Omas gutes altes Koch- und Haushaltsbuch aus den 50er Jahren zurückgegriffen. Und siehe da! Klappt wunderbar. Ein einfacher aber leckerer Mürbteigboden und ein Sahne-Eier-Guss:

Rhabarberkuchen zweiter Versuch

Der Boden war beim ersten Mal bisschen weich, deswegen ist er etwas in die Breite gegangen aber geschmeckt hat er schweinelecker!

Rhabarberkuchen zweiter Versuch

Und hier das Rezept:

Mürbteigboden

Zutaten

  • 200g Mehl
  • 80g Butter
  • 50g Zucker
  • 1 Ei
  • 3 EL Sauerrahm, Weißwein oder Milch

Zubereitung

  • Backofen auf 170° Umluft vorheizen.
  • Zutaten mit der Hand verkneten, Teig kühl stellen (oder auch nicht, wenns mal wieder schneller gehen muss…).
  • Springform fetten.
  • Ich zerteile den Teig immer in 2 Hälften. Aus der einen Hälfte rolle ich den Boden aus. Die andere Hälfte halbier ich noch mal, das gibt den Rand. Aus jeder Hälfte forme ich eine Rolle, die fast die Länge des halben Umfangs der Springform hat. Danach rolle ich das Ding glatt und leg es als Rand ins Innere der Springform. Das selbe mit der anderen Hälfte wiederholen und die Nahtstellen gut zusammendrücken.

Rhabarberfüllung

Zutaten

  • 120g Zucker
  • 2 EL Mehl
  • 1/4l Sahne
  • 2 Eier
  • 2-4 Stangen Rhabarber

Zubereitung

  • Rhabarber schälen und in ca. 2cm große Stücke schneiden.
  • Mit kochendem Wasser überbrühen, Wasser danach gleich wieder abgießen und Rhabarber gut einzuckern.
  • Mürbteigboden mit Semmelbrösel bestreuen. Rhabarber darauf verteilen.
  • Mehl mit Sahne verrühren, Zucker und Eier dazu (kann man als ganzes rein tun, wenn man Muße hat, kann man die Eier auch trennen und die Eiweiße schlagen, dann wirds etwas luftiger)
  • Eimasse auf dem Rhabarber verteilen.
  • Das Ganze ca. 40 Minuten backen.

Mein Fazit: Hier schlägt eindeutig Omas guter alter und vor allem schneller Kuchen die moderne, aufwändigere Variante.

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Möhrchen-im-Beet Cupcakes

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Pünktlich zu Ostern hält Schietwetter bei uns Einzug. Entsprechend düster sind auch die Fotos dieses Blogeintrags. Bitte das zu entschuldigen… Um die Laune wenigstens mit was Süßem aufzuheitern, hab ich heute “Möhrchen-im-Beet” Cupcakes gemacht. Auf ein Fundament aus Möhrenteig wird gerkrümelter Oreokeks als Blumenerde gepackt und beliebig dekoriert – in diesem Fall mit Möhren. Die Möglichkeiten sind hier aber grenzenlos: kleine Ostereier, Blumen, Zombiehände, Grabsteine – je nach Anlass.
😉

Möhrchen-im-Beet Cupcakes

Hier erst mal die Zutaten:

  • 125g Butter oder Margarine
  • 125g brauner Zucker
  • Saft von einer Orange
  • 2 Eier
  • 175g Karotten, gerieben
  • 100g gehackte Walnüsse
  • 125g Mehl
  • 1,5 TL Backpulver
  • 1 TL Zimt
  • 12 Oreokekse
  • Deko, z.B. Marzipan-Möhren, Zuckereier, Blumen,…

Und so einfach geht es: Zuerst die Walnüsse hacken, falls noch nicht passiert:

Gehackte Walnüsse

Karotten reiben:

Geriebene Möhren

Backofen auf 180 Grad vorheizen und Muffinförmchen vorbereiten. Butter mit Zucker schaumig schlagen, Eier nacheinander dazu geben und gut verrühren. Karotten, Walnüsse und Orangensaft dazu geben und ebenfalls gut verrühren. Das sieht dann so aus:

Teig

Danach Mehl, Backpulver und Zimt dazugeben und mit einem Löffel unterrühren. Muffinförmchen füllen, dabei eher bisschen weniger Teig als sonst verwenden, damit nachher die “Oreo-Erde” noch genügend Platz hat. Die Cupcakes 25 Minuten backen.

Cupcakes im Ofen

Währenddessen könnt ihr die Oreo-Erde vorbereiten. Dazu Oreos auseinander nehmen und die weiße Creme mit einem Messer abkratzen. Wenn ein paar Reste davon auf dem Keks zurückbleiben ist das nicht schlimm, das sieht man nachher nicht mehr.

Oreos schälen

Die Kekse in einen Plastikbeutel füllen und mit dem Nudelholz zerkleinern:

Fertige Oreo Erde

Die Cupcakes etwas abkühlen lassen und dann mit der Oreo-Erde bedecken:

Cupcake mit Oreo Erde bedecken

Zuletzt die Möhrchen reinstecken. Wie bereits gesagt, hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt – von der Oster- bis zur Halloween-Deko ist auf dieser Grundlage alles denkbar.

Möhrchen

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Heft-Tipp

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Hier mal wieder eine Rezeptheft-Empfehlung für alle Backsüchtigen: Die aktuelle Ausgabe von Lecker Bakery:

Lecker Bakery Backheft

Moderne Rezepte, manche schnell zu machen, manche aufwändiger: Cupcakes, Cheesecakes,… Dazu ist das Heft wunderschön gestaltet.

Jetzt müssen nur noch die Rezepte funktionieren…
😉

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DIY Tortenplatten Teil 1: IKEA Geschirr

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Das darf zur Zeit auf keinem gut gedeckten Kuchentisch fehlen: eine ordentliche Kuchenplatte. Wenn ihr, so wie ich, bloß diese ollen Glasdinger aus den 80ern oder die verschrabbelten Tupperplatten im Schrank habt, zeige ich in den folgenden Posts, wie man so etwas günstig selber herstellen kann. Für die beiden heutigen Varianten habe ich Geschirr benutzt, das man bei IKEA bekommt.

Schlichte Tortenplatte

Die erste Variante ist eher schlicht und modern und setzt sich zusammen aus den Teilen:

Schlichte Tortenplatte aus IKEA Komponenten

Die Teile lassen sich entweder mit Heißkleber oder doppelseitigem Klebeband verbinden. Falls ihr die Teile getrennt weiter verwenden wollt und kein allzu wackeliges Buffet habt, könnt ihr sie bei diesem Modell auch einfach aufeinanderstellen.

Vintage Tortenplatte

Hierfür musste ich leider auch die Servierplatte aus dem vorigen Modell nehmen. Lieber wäre mir die Kuchen-/Pieform Smarta mit einem geriffelten Rand gewesen, die aber an dem Tag, als ich da war, nicht vorrätig war.

Vintage Tortenplatte aus IKEA Komponenten

Diese beiden Teile müsst ihr auf jeden Fall zusammenkleben, sonst gibts garantiert einen Kuchenabsturz.

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Ein sehr einfacher Apfelkuchen aus einem sehr alten Kochbuch

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Ich liebe alte Kochbücher, weil darin noch mit sehr einfachen Zutaten ohne Schnickschnack gekocht wird. Das hier ist das Exemplar meiner Großtante:

Altes Kochbuch

Spannend sind vor allem die unzähligen Schnipsel, die im sich in den 60 Jahren in dem Buch angesammelt haben:

Altes Kochbuch

Da wir zur Zeit eine echte Apfelschwemme haben, hab ich in dem Buch nach einem schnellen und einfachen Apfelkuchen-Rezept gesucht – und bin natürlich fündig geworden.

Zutaten

Mürbteig

  • 180g Mehl
  • 100g Butter
  • 50g Zucker
  • 1 Ei
  • 3 EL Sauerrahm

Belag

  • 1 kg Äpfel
  • 1/8l Sauerrahm
  • 2 Eier
  • 60g Zucker
  • 30g Mandelblättchen
  • 1 EL Zitronensaft
  • Zimt

Zuerst die Zutaten für den Mürbteig verkneten, je nach Konsistenz bis zu einer Stunde kaltstellen. Wenn der Teig fest genug ist, ausrollen. Bisher habe ich Boden und Rand immer getrennt ausgerollt. Hier hab ich mal die Technik ausprobiert, die im Buch beschrieben ist. Teig etwas größer als die Form ausrollen:

Mürbteig ausrollen

Dann 2 Mal falten…

Mürbteig falten

… und in der Form wieder auseinanderfalten:

Mürbteig auseinander falten

Geht, ist aber auch nicht sonderlich geschickter als die andere Variante. Danach schneidet ihr die Äpfel in Schnitze und legt sie auf den Teig. Hier natürlich wieder das alte Problem: 2 Ringe passen nicht ineinander, deswegen hier die Variante: außen schöner Ring, innen Kraut und Rüben. Wer es perfekt haben will, nimmt kleine Äpfel, davon passen 2 Ringe ineinander.
😉

Apfelkuchen belegen

Danach den Sauerrahm, Eier, Zucker und Zitronensaft verrühren und über die Äpfel gießen. Den Teigrand in der Höhe anpassen, falls er zu hoch ist:

Apfelkuchen Guss

Anschließend mit Zimt und Mandeln bestreuen und ab in den vorgeheizten Ofen. Hier hat das alte Kochbuch eindeutig seine Lücken. Die einzige Anweisung ist “bei guter Hitze backen”. Hm, also hiermit hat es zumindest bei meinem Backofen funktioniert:

45 Minuten bei 180° Grad (Umluft)

Lasst ihn einfach so lange drin, bis er schön gebräunt ist. Und ich meine hier SCHÖN gebräunt und nicht Naddel-gebräunt:
😉

Apfelkuchen

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Himbeer-Cupcake mit Frischkäseguss

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Oder vielleicht doch eher ein Himbeer-Muffin? Nachdem ich neulich von einer Freundin darauf hingewiesen wurde, dass mein Krümelmonster-Muffin nach amerikanischer Definition eher ein Krümelmonster-Cupcake sei, versuche ich hier zukünftig etwas genauer zu differenzieren.
😉

In diesem Fall ist das aber gar nicht so einfach. Grundlage des Cupcakes bildet nämlich ein Himbeer-Muffin Rezept. Obendrauf kommt jetzt aber noch eine dicke Glasur, damit sollte es jetzt eher ein Cupcake sein, oder?

Himbeer Cupcake

Rezept Muffin

Zutaten für 12 Muffins

  • 50g Haferflocken
  • 250g Buttermilch
  • 200g Mehl
  • 2,5 TL Backpulver
  • 0,5 TL Natron
  • 1 TL Zimt
  • 1 Ei
  • 120g brauner Zucker
  • 60 ml Öl
  • 150g Himbeeren (frisch oder TK)

Zubereitung

  • Backofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad) vorheizen, Muffinform fetten oder Papierförmchen benutzen
  • Haferflocken, Mehl, Backpulver, Natron und Zimt vermischen
  • Ei verquirlen, erst Zucker, dann Öl und Buttermilch dazugeben und verrühren
  • Mehlmischung kurz unter die Eimischung rühren
  • Himbeeren vorsichtig unterheben (Tiefkühl-Himbeeren gefroren unter die Masse heben)
  • Teig in die Backform füllen und 20-25 Minuten backen
  • Muffins 5 Minuten abkühlen lassen, dann aus der Form nehmen

Himbeer-Cupcakes auf Desserttisch

Rezept Frischkäseguss (Cream Cheese Frosting)

Nach meiner Erfahrung mit der Cookie-Deko, war ich beim Cupcake-Guss etwas vorsichtiger, vor allem, was die künstlichen Zusatzstoffe angeht. Fündig geworden bin ich bei Glorious Treats. Eigentlich hatte ich geplant hier ordentlich in die Farbstofftruhe zu greifen und das Frosting richtig dunkellila zu färben, hab nach dem Cookie-Desaster allerdings darauf verzichtet und es einfach nur mit Himbeersaft gefärbt.

Zutaten für ca. 20 Cupcakes

  • 115g zimmerwarme Butter
  • 224g zimmerwarmer Frischkäse
  • 1 Päckchen Vanillezucker, besser noch echte Vanilleschote oder Vanilleextrakt
  • 500g gesiebter Puderzucker
  • 1-4 TL Sahne oder Milch, je nach gewünschter Konsistenz. Ich hab 2 TL Himbeersaft und 2 TL Sahne genommen

Zubereitung

  • Butter leicht verrühren, Frischkäse dazu, bis sich die Zutaten verbunden haben
  • Vanille und Puderzucker zugeben, zunächst auf niedriger Stufe verrühren, dann auf mittlerer Stufe weiterrühren, bis die Masse eine feste Konsistenz hat
  • Am Schluss vorsichtig Sahne zugeben. Masse darf nicht zu dünn werden, wenn ihr sie mit dem Spritzbeutel auf die Muffins packen wollt.
  • Masse in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und im Kreis auf die Muffins auftragen

Ich hatte vom Guss sicherheitshalber etwas mehr gemacht, falls wieder irgendwas daneben geht, hat aber prima funktioniert. Schmeckt zwar richtig süß aber trotzdem lecker. Beim Muffin Rezept könnt ihr dafür ruhig etwas weniger Zucker nehmen, in Kombination passt das dann wieder.

Noch ein Wort zur Deko. Den gefärbten Zucker und die Perlen habe ich erst kurz vor dem Servieren auf die Cupcakes getan, da die Farben sich im feuchten Guss zum Teil auflösen.

Himbeer Cupcake

Falls ihr vom Guss was übrig habt, der lässt sich prima im Kühlschrank in einer Tupperschüssel aufbewahren. Schlagt ihn einfach noch mal auf, bevor ihr ihn wieder benutzt. Zusammen mit den Cookies schmeckt das auch sehr lecker. Eigentlich könnte man den Guss auch zwischen zwei Cookies als Füllung packen. Muss ich mal ausprobieren…
😉

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Dekorierte Butterkekse (Sugar Cookies)

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Für den Desserttisch hatte ich mich mal an dekorierten Butterkeksen versucht, im Stil von z.B. http://sweetopia.net/. So sieht das aus, wenn es ein Profi macht:

Und so, wenn man einen Anfänger dran lässt: 😉

Butterkekse - amerikanische Sugar Cookies

Aber der Reihe nach! Immerhin ließen sich einige Teilerfolge erzielen und ein unheimlicher Erkenntnisgewinn, den ich gern mit euch teilen möchte.

Rezept für die Cookies

Was noch gut funktioniert hat, war das Backen der Cookies. Als Rezept habe ich das von Marian auf Sweetopia verwendet: http://sweetopia.net/2009/12/sugar-cookie-recipe/. Allerdings habe ich mehr Mehl genommen, da der Teig mit den angegebenen Mengen ziemlich klebrig war. Gebacken hab ich die Kekse auch etwas länger, hier hilft der Tipp: drin lassen, bis die Ränder leicht bräunen.

Wer Unterstützung beim Umrechnen der amerikanischen Maßeinheiten braucht, wird hier fündig: http://www.usa-kulinarisch.de/informationen/masseinheiten-umrechnen/. Und wer öfters nach amerikanischen Rezepten kocht, ist hiermit gut beraten. Den Cup-Messbecher gabs bei real (was mich in Sachen Sortiment mal wieder echt positiv überrascht hat!):

Messbecher amerikanische Cups

Deko mit Wilton Chips

Fang ich erst mal mit dem an, was Deko-mäßig am besten funktioniert und am leckersten geschmeckt hat: die lila-farbenen Tuffs aus Wilton Chips, die ihr im oberen Bild schon gesehen habt. Aus was die Dinger bestehen? Besser nicht fragen… Sie schmecken dezent nach künstlichem Vanillearoma, die Konsistenz der Deko ist schokoladenähnlich. Der große Vorteil: sie schmelzen nicht so schnell wie Schokolade.

Zum Verarbeiten erwärmt man die Chips. Ich habs wie in der Anleitung in der Mikrowelle gemacht, da muss man aber aufpassen, dass es nicht zu heiß wird, sonst gerinnt die Masse. Ich werds das nächste Mal im Wasserbad erwärmen, damit ich die Konsistenz besser kontrollieren kann. Verarbeitet hab ich die Masse mit einem Einmal-Spritzbeutel.

Negativer Punkt bei den Wilton-Produkten: außerhalb der USA sind die Dinger ziemlich teuer und wie gesagt: Inhaltsstoffe, muahhhahaa…

Wilton Chips

Deko mit fertigem Spritzglasur-Mix

Aus Zeitgründen und weil in allen amerikanischen Rezepten davon geschwärmt wird, hab ich mir eine Fertigmischung Spritzglasur besorgt.

Fertigmischung Spritzglasur

In Marians Blog hatte ich zwar schon etliche Tipps zum Umgang mit dem Zeug gelesen, in der Praxis hat es sich dann aber doch widerspenstiger angestellt als erwartet. Ich hatte das Zeug mit dem Mixer verrührt, was zur Folge hatte, dass viele Luftblasen eingeschlossen waren und die Glasur später beim Trocknen Krater bekommen hat. Die zweite Ladung hab ich von Hand verrührt, da ist die Oberfläche glatt geblieben, allerdings waren die Flächen auch nicht so groß.

Was aber das eigentlich Schlimme an der ganzen Geschichte ist, sind der Geschmack und die Konsistenz der Glasur. Das Zeug ist pappsüß und lässt von dem echt guten Geschmack der Cookies nichts übrig. Die Glasur wird zudem noch ziemlich hart, was zur Folge hat, dass sich ein sehr unschöner Gegensatz zwischen den knusprigen Cookies und der harten Glasurschicht bildet. Irgendwie war das alles so schlimm, dass ich total vergessen habe, ein Foto zu machen…
😉

Nachdem ich die Kekse über Nacht habe trocknen lasse, hab ich sie aus Interesse noch eine Woche in einer Tupperschüssel aufbewahrt. Also haltbar sind die Dinger, wenn man sie luftdicht verschließt aber der Geschmack geht gar nicht. Ich hab mal irgendwann eine Lebkuchenglasur selbst gemacht, die von der Konsistenz her ähnlich sein dürfte. Mit der werd ich noch mal einen Versuch starten.

Fondantdeko

Als Alternative hatte ich mir noch Fertig-Fondant zum Dekorieren gekauft. Da hat es mich aber schon gestellt, als ich nur die Verpackung aufgemacht habe. Roch irgendwie nach Silikonfugenmasse. Spaßeshalber habe ich noch ein paar Dekochips für meine Pralinen daraus gemacht. Geschmeckt haben die halbwegs neutral, war aber auch irgendwie wieder eine komische Konsistenz, vor allem im Gegensatz zu den cremigen Pralinen.

Fazit

Diese Experimente haben mir eines deutlich gezeigt: Essen kann noch so schön aussehen, das Wichtigste bleibt der Geschmack und die Konsistenz. Als alte Bio-Funzel bin ich zudem kein Freund von Unmengen an E und sonstigem künstlichem Zeug im Essen. Ich werde deswegen versuchen, mit den eher klassischen Dekors ähnliche Effekte hinzubekommen, wie die Chemie-Fraktion.
😉

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Krümelmonster Cupcakes

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Nachdem die halbe Welt scheinbar schon mal Krümelmonster Muffins ähh…. entschuldigung Alison – Cupcakes gebacken hat, musst ich das doch auch mal ausprobieren. Basisanleitung gibt es bei Chefkoch.de. Die beste Vorlage für die Gestaltung findet ihr auf Flickr.

Als Vorbereitung, am besten am Tag vorher, färbt ihr die Kokosflocken. Für meine 10 Cupcakes habe ich 100g Kokosflocken gebraucht. Kokosflocken packt ihr in eine Plastiktüte, gebt flüssige Lebensmittelfarbe dazu und knetet das ganze ordentlich durch. Von der Farbe braucht ihr relativ viel. Für die 100g habe ich eine ganze Tube von der kleinen Schwartau Farbe genommen. Danach lasst ihr die Kokosflocken trocknen.

Muffins backt ihr einfach nach einem Rezept, das euch am besten schmeckt. Ich hab Bananen-Schoko Muffins gemacht. Wichtig ist, dass die Förmchen voll sind, damit die Muffins schön hoch werden. Aus meinem Standardrezept, das normalerweise 12 Muffins ergibt, hab ich diesmal nur 10 gemacht. Nach dem Backen auskühlen lassen und überstehende Ränder abschneiden:

Danach kommt der Guss auf die Cupcakes drauf. Hier unterscheiden sich die amerikanische und die deutsche Variante: im amerikanischen Rezept wird der Cupcake mit blaugefärbter Buttercreme überzogen und danach in die Kokosflocken getunkt, im deutschen Rezept ist es ein einfacher Zuckerguss. Hab mich für letztere Variante entschieden, weil ich Buttercreme ziemlich eklig finde. Dafür also 150g Puderzucker mit etwas Zitronensaft, Wasser und noch mehr blauer Lebensmittelfarbe vermischen, so dass der Guss relativ flüssig wird. Den Cupcake in den Guss eintunken, etwas abtropfen lassen und danach in die Kokosflocken tunken.

Das Ganze fest werden lassen. Jetzt bekommen die Krümelmonster ihr Maul. Dafür mit dem Messer den Cupcake einschneiden, evtl. auch ein Stück rausschneiden.

Dann einen Cookie ins Maul stecken. Ich hab die Mini-Cookies von Griesson genommen, dann siehts nicht ganz so monströs aus:

Jetzt kommt der heikelste Teil: die Augen. Hier gibt es im Web unzählige Varianten. Im deutschen Rezept werden Marzipan-Kugeln verwendet. Bei denen hatte ich die Befürchtung, dass sie nicht gut halten, deswegen wollte ich sie aus Schokolade machen, also ähnlich dem amerikanischen Rezept. Dumm war bloß, dass ich nur noch Kuvertüre aber kein Kokosfett mehr da hatte. Die Augen sahen zwar halbwegs vernünftig aus, waren aber viel zu weich, um sie ordentlich montieren zu können:

Beim nächsten Versuch wird es auf jeden Fall eine Mischung aus Kuvertüre UND Kokosfett (geschätzt kommt man mit 75g weißer Kuvertüre und 10-15g Kokosfett/Palmin aus). Hat den Vorteil, dass es beim Verarbeiten dünnflüssiger ist und danach richtig gut aushärtet. Zum Glück hatte ich noch Wiltons Glasur-Chips, die ich als Untergrund verwenden konnte (Anmerkung am Rande: eine Tüte von den Dingern kostet in den USA ca. 2 EUR, hier bekommt man sie für 6 EUR!!! Leider versendet der US-Shop nicht nach Europa.) Da drauf kommt noch ein Tropfen dunkle Schokolade und fertig. Zwei kleine Schnitte in den Cupcake machen. Am besten etwas versetzt hintereinander und dann die Augen-Chips reinstecken. Hier unbedingt darauf achten, dass das Cookiemonster richtig ordentlich schielt!

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Plätzchen

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Die vorweihnachtliche Backwahn-Phase hat begonnen. Hab zwei neue Leckerlis aufgetan: Cranberry Cantuccini, Rezept von Dr. Oetker:

Cranberry Cantuccini

etwa 40 Stück

Rührteig:
125 g getrocknete Cranberrys
50 ml Weißwein
75 g weiche Margarine oder Butter
100 g brauner Zucker
100 g Zucker
1 Pck. Dr. Oetker Vanillin-Zucker
1 Pck. Dr. Oetker Finesse Geriebene Zitronenschale
1 Ei (Größe M)
125 g Weizenmehl
1 gestr. TL Dr. Oetker Original Backin mit Safran
100 g Kokosraspel
100 g Haferflocken

Außerdem:
2 EL Haferflocken
2 EL Kokosraspel

1. Vorbereiten: Cranberrys in dem Wein mind. 2 Std. einweichen. Das Backblech mit Backpapier belegen. Den Backofen vorheizen.
Ober-/Unterhitze: etwa 180°C
Heißluft: etwa 160°C

2. Rührteig: Margarine oder Butter in einer Rührschüssel mit einem Mixer (Rührstäbe) geschmeidig rühren. Nach und nach Zucker, Vanillin-Zucker und Finesse unter Rühren hinzufügen, bis eine gebundene Masse entsteht. Ei etwa ½ Min. auf höchster Stufe unterrühren. Mehl mit Backin mischen und kurz auf mittlerer Stufe unterrühren. Eingeweichte Cranberrys, Kokosraspel und Haferflocken unterkneten. Haferflocken und Kokosraspel auf die Arbeitsfläche streuen. Teig in 3 gleich große Portionen teilen und darauf zu 3 Stangen (etwa 35 cm) formen. Die Teigstangen auf das Backblech legen und in den Backofen schieben.
Einschub: unteres Drittel
Backzeit: etwa 25 Min.

3. Die Stangen auf dem Backblech etwas abkühlen lassen, dann in 2-3 cm breite Scheiben schneiden. Scheiben auf dem Backblech gleichmäßig verteilen und im ausgeschalteten Backofen noch 20 Min. trocknen.

Tipp: Sie können die Cranberrys auch in Apfelsaft einweichen.

Schokominz-Plätzchen

Ca. 40 Stück

100g Mokka-Schokolade
200g Butter
100g Zucker
1 Eigelb
300g Mehl
After Eight

1. Schokolade zerlassen, abkühlen. Mit Butter, Zucker, Eigelb und Mehl verkneten. In Folie gewickelt 1 Stunde kühlen.

2. Backofen auf 175 Grad vorheizen, Teig 2mm dick ausrollen. 30 Plätzchen mit und 30 Plätzchen ohne Loch ausstechen (Durchmesser ca. 5 cm). 6 Minuten backen. Plätzen noch warm mit je einem After-Eight belegen und mit Plätzchen mit Loch belegen.

Und so siehts bei den Weihnachtsgeschenkvorbereitungen aus: 😉

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Königsberger Marzipan – Bilderkochkurs

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Das war früher zu Weihnachten immer das Größte: das selbstgemachte Marzipan meiner Oma. Seit ein paar Jahren führe ich die Tradition fort. Es ist eine Heidenarbeit, die sich über mehrere Tage hinzieht aber es lohnt sich! 🙂

Hier erst mal die Zutaten:

Marzipan:
600g ganze Mandeln, ungeschält
400g Puderzucker
3 EL Rosenwasser

Guss:
250g Puderzucker
1 Zitrone
Kandierte Früchte

Tag 1: Mandeln schälen
Mandeln mit kochendem Wasser übergießen. Wasser bis auf einen kleinen Rest abgießen (sonst trocknen sie zu schnell…), Mandel zwischen 2 Finger nehmen und schnipsen. Wenn ihr gut seit, trefft ihr die Schüssel, ansonsten müsst ihr sie halt später einsammeln. 😉 Wenn die Haut nicht abgeht, habt ihr die Mandeln nicht ordentlich überbrüht, dann einfach noch mal machen. Die fertigen Mandeln trocknet ihr mit einem Küchentuch ab und stellt sie dann über Nacht auf die Heizung zum Trocknen.

Tag 2 – Mahlen, kneten, ausstechen
Wenn die Mandeln richtig trocken sind, werden sie fein gemahlen. Oma hat das noch von Hand durchgedreht, ich mach das mitm Maschinchen: 😉
Königsberger Marzipan

Danach mischt ihr die Mandeln mit den 400g Puderzucker (die Zuckermenge könnt ihr variieren, je nachdem wie süß ihr es haben wollt). Die Mischung kommt auch noch mal in die Reibe (mit der Handreibe hab ich sie 2x durchgedreht, mit dem guten Maschinchen geht das mit einem Mal). Das sollte dann ungefähr so aussehen:

Jetzt kommt einer der kniffligen Teile: zur Mandel-Zucker-Mischung gebt ihr 3 EL Rosenwasser und fangt an, die Mischung zu kneten. Alle Rezepte, die ich gelesen habe, schreiben, dass man damit eine ordentliche Marzipanmasse hinbekommen soll. Bei mir hat das noch nie funktioniert – die Masse war immer zu trocken. Hütet euch davor, noch mehr Rosenwasser dazuzuschütten. Das hab ich beim ersten Mal versucht. Danach schmeckt das Zeug nur noch penetrant nach Rosenwasser. Seither mische ich einfach etwas Wasser darunter. Danach solltet ihr sowas in Händen haben, bzw. es in Frischhaltefolie wickeln und für ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen:

Danach wellt ihr die Hälfte des Teiges ungefähr 0,5cm dick aus (am besten zwischen 2 Stück Frischhaltefolie, dann klebts nicht) und stecht Formen aus. Bei uns gabs immer Herzen:

Danach wellt ihr den Rest des Teiges auch 0,5cm dick aus. Von dem Teig schneidet ihr Streifen, auch ungefähr 0,5cm breit:

Danach feuchtet die Ränder der Herzen etwas mit Wasser an und legt die Streifen auf den Rand der Herzen. Der Rand wird mehrfach eingestochen (mit Gabel, Messerrücken, Stricknadel,…). Das sieht dann so aus:

Von den Teigresten (falls noch welche übrig sind 😉 ) könnt ihr entweder Marzipankartoffeln basteln:

Meine Oma hat mit Schokolade überzogene und Walnuss dekorierte Teilchen daraus gebastelt. Grundform sind die Eier, die ihr auf dem Gitter neben den Herzen seht. Das ganze lasst ihr über Nacht trocknen:

Tag 3 – Brennen, Guss und verpacken
Als erstes mach ich die Marzipan-Schoko-Teilchen fertig: Schokoguss drüber und mit einer halben Walnuss dekorieren:

Jetzt zu einer weiteren heiklen Angelegenheit: Die Marzipanherzen kommen zum Brennen in den Ofen. Grill an und dann unter strengster Beobachtung rein damit. Beim leisesten Anzeichen von Bräunung sofort raus, sonst verbrennen sie. In meinem Ofen dauert das keine Minute, also bloß nicht wegrennen und was anderes nebenbei machen, das hat mich schon mal die Hälft meiner Herzen gekostet. Zum Glück war der Ofen uralt und hat unregelmäßig geheizt, sonst wären alle im Eimer gewesen.

Die Bräunung sollte in etwa so sein:

Danach bereite ich die Deko vor. Klassischerweise gehören kandierte Früchte auf die Herzen. Sieht ja auch schön aus aber ich finde, dass die Dinger ziemlich eklig schmecken, deswegen schneide ich sie immer gaaaaanz klein:

Aus dem Puderzucker und dem Zitronensaft macht ihr einen Zuckerguss und gießt ihn großzügig (!) in die Mitte der Herzen.

In die Mitte der Herzen kommt je ein Stückchen der kandierten Früchte. Danach lasst ihr die Herzen trocknen. Et voilà, so siehts fertig aus:

Zum Schluss wird das Ganze noch gut verpackt, z.B. in Frischhaltefolie:

Und an Weihnachten wirds dann verschenkt :-).

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