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Ein sehr einfacher Apfelkuchen aus einem sehr alten Kochbuch

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Ich liebe alte Kochbücher, weil darin noch mit sehr einfachen Zutaten ohne Schnickschnack gekocht wird. Das hier ist das Exemplar meiner Großtante:

Altes Kochbuch

Spannend sind vor allem die unzähligen Schnipsel, die im sich in den 60 Jahren in dem Buch angesammelt haben:

Altes Kochbuch

Da wir zur Zeit eine echte Apfelschwemme haben, hab ich in dem Buch nach einem schnellen und einfachen Apfelkuchen-Rezept gesucht – und bin natürlich fündig geworden.

Zutaten

Mürbteig

  • 180g Mehl
  • 100g Butter
  • 50g Zucker
  • 1 Ei
  • 3 EL Sauerrahm

Belag

  • 1 kg Äpfel
  • 1/8l Sauerrahm
  • 2 Eier
  • 60g Zucker
  • 30g Mandelblättchen
  • 1 EL Zitronensaft
  • Zimt

Zuerst die Zutaten für den Mürbteig verkneten, je nach Konsistenz bis zu einer Stunde kaltstellen. Wenn der Teig fest genug ist, ausrollen. Bisher habe ich Boden und Rand immer getrennt ausgerollt. Hier hab ich mal die Technik ausprobiert, die im Buch beschrieben ist. Teig etwas größer als die Form ausrollen:

Mürbteig ausrollen

Dann 2 Mal falten…

Mürbteig falten

… und in der Form wieder auseinanderfalten:

Mürbteig auseinander falten

Geht, ist aber auch nicht sonderlich geschickter als die andere Variante. Danach schneidet ihr die Äpfel in Schnitze und legt sie auf den Teig. Hier natürlich wieder das alte Problem: 2 Ringe passen nicht ineinander, deswegen hier die Variante: außen schöner Ring, innen Kraut und Rüben. Wer es perfekt haben will, nimmt kleine Äpfel, davon passen 2 Ringe ineinander.
😉

Apfelkuchen belegen

Danach den Sauerrahm, Eier, Zucker und Zitronensaft verrühren und über die Äpfel gießen. Den Teigrand in der Höhe anpassen, falls er zu hoch ist:

Apfelkuchen Guss

Anschließend mit Zimt und Mandeln bestreuen und ab in den vorgeheizten Ofen. Hier hat das alte Kochbuch eindeutig seine Lücken. Die einzige Anweisung ist “bei guter Hitze backen”. Hm, also hiermit hat es zumindest bei meinem Backofen funktioniert:

45 Minuten bei 180° Grad (Umluft)

Lasst ihn einfach so lange drin, bis er schön gebräunt ist. Und ich meine hier SCHÖN gebräunt und nicht Naddel-gebräunt:
😉

Apfelkuchen

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Schablonen Fensterdeko Herbst

Muahaha, habt ihr auch schon die Heizung an? Jetzt ist es wohl endgültig an der Zeit, auf Herbstdeko umzusteigen. Folgende Deko mit Fensterbildern aus Blättern, Eule und Igel hängt seit gestern an unsere Haustür:

Tür- oder Fensterdeko Herbst mit Blätter, Eule und Igel

Fensterbild Igel

Fensterbild Eule

Fensterbild Blätte

Zu Basteln sind die Bilder recht einfach. Entweder direkt auf farbigem Karton oder Tonpapier ausdrucken und ausschneiden oder wie beim Beispiel der Blätter, einmal die Schablone ausschneiden und dann auf schwarzen Karton übertragen. Danach ausschneiden, die inneren Teile mit dem Cutter raustrennen:

Fensterbild Eule ausschneiden

Kinder können prima einfach nur die äußeren Umrisse der einfachen Elemente, wie die Blätter oder Igel ausschneiden. Beim Ausschneiden der Innnenteile könnt ihr ja zur Hand gehen. Danach einfach von hinten mit farbigem Transparentpapier bekleben.

Bei den Blätter hab ich die Blattadern mit schwarzem Stift aufgemalt. Die Innenteile der Blätter könnt ihr für weitere kleinere Blätter verwenden, wenn ihr sie sauber mit dem Cutter raustrennt. Den Stiel einfach aus einem Rest Tonpapier ausscheiden und von hinten gegenkleben.

Fensterbild Blätter ausschneiden

Die Igelkarawane kann auch prima am Fenster langziehen (Mist, wo ist der Photoshop-Filter “Dreckige Scheibe sauber machen”…):

Fensterbild kleine Igel

Hier findet ihr alle Schablonen für die Fensterbilder zum Runterladen und Ausdrucken:

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Partydeko: Papier Pom Poms

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Im Original kommen die Pom Poms von Martha Stewart. Die beste Video-Anleitung hab ich bei Andrea Orton gefunden:




Hier in Kurzform die Schritte:

  1. 8-10 Lagen Seidenpapier aufeinanderlegen (volle Größe 50x70cm für große Poms, Papier einmal halbieren für kleinere)
  2. Zu einem Fächer falten, ca. 3 cm breite Streifen
  3. In der Mitte falten und mit Chenilledraht abbinden
  4. Obere und unter Kante rund oder spitz zulaufend abschneiden (geht bei so viel nicht mehr ganz einfach, ist aber nicht schlimm, wenn es etwas schräg oder fransig wird).
  5. Eine Hälfte des Fächers auseinander ziehen.
  6. Papierlagen nacheinander vorsichtig nach unten ziehen, Seiten dabei abwechseln
  7. Für die andere Seite wiederholen, am Chenilledraht Nylonschnur zum Aufhängen befestigen, Papierlagen dann noch bisschen richten.

Dann siehts so aus:

Bleibt noch ein Problem: die Lagerung der Poms, denn der natürlich Feind jeglicher raschelnder Deko lauert schon:

Deswegen: Poms immer schön hoch hängen, wenn Tiger in der Nähe sind. Am besten hängend aufbewahren, damit sie nicht zusammenknüllen. Wenn ihr genügend Zeit habt, könnt ihr das Auseinanderfalten auch erst vor Ort vornehmen, dann lassen sie sich am einfachsten transportieren.
😉

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Krümelmonster Cupcakes

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Nachdem die halbe Welt scheinbar schon mal Krümelmonster Muffins ähh…. entschuldigung Alison – Cupcakes gebacken hat, musst ich das doch auch mal ausprobieren. Basisanleitung gibt es bei Chefkoch.de. Die beste Vorlage für die Gestaltung findet ihr auf Flickr.

Als Vorbereitung, am besten am Tag vorher, färbt ihr die Kokosflocken. Für meine 10 Cupcakes habe ich 100g Kokosflocken gebraucht. Kokosflocken packt ihr in eine Plastiktüte, gebt flüssige Lebensmittelfarbe dazu und knetet das ganze ordentlich durch. Von der Farbe braucht ihr relativ viel. Für die 100g habe ich eine ganze Tube von der kleinen Schwartau Farbe genommen. Danach lasst ihr die Kokosflocken trocknen.

Muffins backt ihr einfach nach einem Rezept, das euch am besten schmeckt. Ich hab Bananen-Schoko Muffins gemacht. Wichtig ist, dass die Förmchen voll sind, damit die Muffins schön hoch werden. Aus meinem Standardrezept, das normalerweise 12 Muffins ergibt, hab ich diesmal nur 10 gemacht. Nach dem Backen auskühlen lassen und überstehende Ränder abschneiden:

Danach kommt der Guss auf die Cupcakes drauf. Hier unterscheiden sich die amerikanische und die deutsche Variante: im amerikanischen Rezept wird der Cupcake mit blaugefärbter Buttercreme überzogen und danach in die Kokosflocken getunkt, im deutschen Rezept ist es ein einfacher Zuckerguss. Hab mich für letztere Variante entschieden, weil ich Buttercreme ziemlich eklig finde. Dafür also 150g Puderzucker mit etwas Zitronensaft, Wasser und noch mehr blauer Lebensmittelfarbe vermischen, so dass der Guss relativ flüssig wird. Den Cupcake in den Guss eintunken, etwas abtropfen lassen und danach in die Kokosflocken tunken.

Das Ganze fest werden lassen. Jetzt bekommen die Krümelmonster ihr Maul. Dafür mit dem Messer den Cupcake einschneiden, evtl. auch ein Stück rausschneiden.

Dann einen Cookie ins Maul stecken. Ich hab die Mini-Cookies von Griesson genommen, dann siehts nicht ganz so monströs aus:

Jetzt kommt der heikelste Teil: die Augen. Hier gibt es im Web unzählige Varianten. Im deutschen Rezept werden Marzipan-Kugeln verwendet. Bei denen hatte ich die Befürchtung, dass sie nicht gut halten, deswegen wollte ich sie aus Schokolade machen, also ähnlich dem amerikanischen Rezept. Dumm war bloß, dass ich nur noch Kuvertüre aber kein Kokosfett mehr da hatte. Die Augen sahen zwar halbwegs vernünftig aus, waren aber viel zu weich, um sie ordentlich montieren zu können:

Beim nächsten Versuch wird es auf jeden Fall eine Mischung aus Kuvertüre UND Kokosfett (geschätzt kommt man mit 75g weißer Kuvertüre und 10-15g Kokosfett/Palmin aus). Hat den Vorteil, dass es beim Verarbeiten dünnflüssiger ist und danach richtig gut aushärtet. Zum Glück hatte ich noch Wiltons Glasur-Chips, die ich als Untergrund verwenden konnte (Anmerkung am Rande: eine Tüte von den Dingern kostet in den USA ca. 2 EUR, hier bekommt man sie für 6 EUR!!! Leider versendet der US-Shop nicht nach Europa.) Da drauf kommt noch ein Tropfen dunkle Schokolade und fertig. Zwei kleine Schnitte in den Cupcake machen. Am besten etwas versetzt hintereinander und dann die Augen-Chips reinstecken. Hier unbedingt darauf achten, dass das Cookiemonster richtig ordentlich schielt!

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Lieben Freunden schenkt man…

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ein Filzmonster zum Geburtstag. Inspiriert von Moxie und den zu Beschenkenden, kam es zu folgenden 2 Kollegen: der Zombiefrosch und der Redakteuralienvampir aus Filz:

Erster Schritt, die Skizze:

Am Anfang des Frosches steht ein Filzpüschel, das mit der Nadel zusammen gefilzt wird. Nach und nach sollte sich die Grundform des Frosches herausbilden:

Am Hintern werden jetzt die Beine “abgenadelt”:

Dann kommen die hinteren Froschfüße:

Das ganze dann an die Hinterbeine drannadeln:

Für die Vorderbeine gibts ein Grundgerüst aus Chenilledraht:

Beine umnadeln:

Füße dran und dran an den Frosch:

Da erkennt man auf jeden Fall schon mal, was es wird:

Augen drauf:

Und damit es für den Thomas passt, bekommt der Frosch noch ein Zombiegebiss verpasst und einen Frosch ins Maul:

Und natürlich noch eine Krone obendrauf:

Für den Alienvampir ein schwarzes Stück Filz zu einer Rolle nadeln:

Ist ein bisschen zu groß geworden, also unten einfach ein Stück abschneiden:

Augen und Vampirgebiss drauf:

Arme aus Chenilledraht formen und aufnadeln. Dann noch eine Oliver-Mütze oben drauf und daneben die Alienfühler anbringen:

Bleistift aus Bambusspieß als Stift in die Hand:

Noch ein bisschen Blut und ein schönes Babberl dran:

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Königsberger Marzipan – Bilderkochkurs

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Das war früher zu Weihnachten immer das Größte: das selbstgemachte Marzipan meiner Oma. Seit ein paar Jahren führe ich die Tradition fort. Es ist eine Heidenarbeit, die sich über mehrere Tage hinzieht aber es lohnt sich! 🙂

Hier erst mal die Zutaten:

Marzipan:
600g ganze Mandeln, ungeschält
400g Puderzucker
3 EL Rosenwasser

Guss:
250g Puderzucker
1 Zitrone
Kandierte Früchte

Tag 1: Mandeln schälen
Mandeln mit kochendem Wasser übergießen. Wasser bis auf einen kleinen Rest abgießen (sonst trocknen sie zu schnell…), Mandel zwischen 2 Finger nehmen und schnipsen. Wenn ihr gut seit, trefft ihr die Schüssel, ansonsten müsst ihr sie halt später einsammeln. 😉 Wenn die Haut nicht abgeht, habt ihr die Mandeln nicht ordentlich überbrüht, dann einfach noch mal machen. Die fertigen Mandeln trocknet ihr mit einem Küchentuch ab und stellt sie dann über Nacht auf die Heizung zum Trocknen.

Tag 2 – Mahlen, kneten, ausstechen
Wenn die Mandeln richtig trocken sind, werden sie fein gemahlen. Oma hat das noch von Hand durchgedreht, ich mach das mitm Maschinchen: 😉
Königsberger Marzipan

Danach mischt ihr die Mandeln mit den 400g Puderzucker (die Zuckermenge könnt ihr variieren, je nachdem wie süß ihr es haben wollt). Die Mischung kommt auch noch mal in die Reibe (mit der Handreibe hab ich sie 2x durchgedreht, mit dem guten Maschinchen geht das mit einem Mal). Das sollte dann ungefähr so aussehen:

Jetzt kommt einer der kniffligen Teile: zur Mandel-Zucker-Mischung gebt ihr 3 EL Rosenwasser und fangt an, die Mischung zu kneten. Alle Rezepte, die ich gelesen habe, schreiben, dass man damit eine ordentliche Marzipanmasse hinbekommen soll. Bei mir hat das noch nie funktioniert – die Masse war immer zu trocken. Hütet euch davor, noch mehr Rosenwasser dazuzuschütten. Das hab ich beim ersten Mal versucht. Danach schmeckt das Zeug nur noch penetrant nach Rosenwasser. Seither mische ich einfach etwas Wasser darunter. Danach solltet ihr sowas in Händen haben, bzw. es in Frischhaltefolie wickeln und für ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen:

Danach wellt ihr die Hälfte des Teiges ungefähr 0,5cm dick aus (am besten zwischen 2 Stück Frischhaltefolie, dann klebts nicht) und stecht Formen aus. Bei uns gabs immer Herzen:

Danach wellt ihr den Rest des Teiges auch 0,5cm dick aus. Von dem Teig schneidet ihr Streifen, auch ungefähr 0,5cm breit:

Danach feuchtet die Ränder der Herzen etwas mit Wasser an und legt die Streifen auf den Rand der Herzen. Der Rand wird mehrfach eingestochen (mit Gabel, Messerrücken, Stricknadel,…). Das sieht dann so aus:

Von den Teigresten (falls noch welche übrig sind 😉 ) könnt ihr entweder Marzipankartoffeln basteln:

Meine Oma hat mit Schokolade überzogene und Walnuss dekorierte Teilchen daraus gebastelt. Grundform sind die Eier, die ihr auf dem Gitter neben den Herzen seht. Das ganze lasst ihr über Nacht trocknen:

Tag 3 – Brennen, Guss und verpacken
Als erstes mach ich die Marzipan-Schoko-Teilchen fertig: Schokoguss drüber und mit einer halben Walnuss dekorieren:

Jetzt zu einer weiteren heiklen Angelegenheit: Die Marzipanherzen kommen zum Brennen in den Ofen. Grill an und dann unter strengster Beobachtung rein damit. Beim leisesten Anzeichen von Bräunung sofort raus, sonst verbrennen sie. In meinem Ofen dauert das keine Minute, also bloß nicht wegrennen und was anderes nebenbei machen, das hat mich schon mal die Hälft meiner Herzen gekostet. Zum Glück war der Ofen uralt und hat unregelmäßig geheizt, sonst wären alle im Eimer gewesen.

Die Bräunung sollte in etwa so sein:

Danach bereite ich die Deko vor. Klassischerweise gehören kandierte Früchte auf die Herzen. Sieht ja auch schön aus aber ich finde, dass die Dinger ziemlich eklig schmecken, deswegen schneide ich sie immer gaaaaanz klein:

Aus dem Puderzucker und dem Zitronensaft macht ihr einen Zuckerguss und gießt ihn großzügig (!) in die Mitte der Herzen.

In die Mitte der Herzen kommt je ein Stückchen der kandierten Früchte. Danach lasst ihr die Herzen trocknen. Et voilà, so siehts fertig aus:

Zum Schluss wird das Ganze noch gut verpackt, z.B. in Frischhaltefolie:

Und an Weihnachten wirds dann verschenkt :-).

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