Category Archives: Goldenes Handwerk

Aufbewahrungsbox für Perlenglasstäbe

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Heut gehts ans Aufräumen. Bisher sah mein Perlenbrenntisch so aus:

Perlenbrenntisch

Ziemlich voll uns unsortiert. Da in das Zimmer bald aber noch ein Gästebett rein soll, muss der Tisch auf jeden Fall kleiner werden.

Perlenbrenntisch

Bisher hatte ich zum Auseinanderhalten der Glasstäbe Hasendraht auf diverse Gefäße gestülpt und die Glasstäbe nach Farben sortiert zusammen gesteckt. Hat soweit ganz gut funktioniert aber es steht halt massig Zeug auf dem Tisch rum.

Aufbewahrung Glasstäbe

Mein Plan war deswegen, das Glasstablager in 2 Holzkisten unter den Tisch zu verlagern:

Glasstäbebox fertig

Das braucht ihr:

  • Holzkiste, ca. 25cm hoch
  • Holzstangen, ca. 4mm Durchmesser
  • bei Bedarf Rollen + passende Befestigungsschrauben
  • Farbe, falls ihr die Kiste lackieren wollt
  • Werkzeug: lineal + Bleistift, Bohrmaschine + Holzbohrer passend zum Durchmesser der Schrauben und Holzstäbe, bisschen Schleifpapier, Säge, Zange, Schraubenzieher

Material für Glasstäbebox

Wenn eure Box Rollen bekommen soll, fangt damit an. Zeichnet die Mittelpunkte der Schraubenlöcher an…

Rollen anzeichnen

und bohrt die Löcher:

Löcher für Rollen

Mit solchen Schrauben könnt ihr die Rollen anschrauben. Zum Festschrauben haltet ihr die Mutter mit einer Zange fest und dreht dann die Schraube fest:

Schrauben für Rollen

So sieht es fertig aus. Die Position der einzelnen Rollen hab ich nicht abgemessen, sondern nur grob mit dem Auge abgeschätzt – wer’s perfekt haben möchte, misst natürlich ab…

Rollen fertig angeschraubt

Wenn die Box farbig werden soll, lackiert ihr jetzt die Box von innen. Sobald die Stäbe drin sind, geht das nicht mehr gut.

Danach geht es an die Löcher für die Trennstäbe der Box. Wenn eure Box Grifflöcher hat, dann fangt an dieser Seite mit dem Anzeichnen an. Nehmt ungefähr die halbe Höhe des Stegs, der über dem Griffloch steht, damit es stabil bleibt. Die Anzahl der Löcher hängt davon ab, wie groß die Fächer der Holzkiste werden sollen.

Hier ein Beispiel, wie ich für meine Box die Abstände für die kurze Seite ausgerechnet habe:

(Gesamtlänge der Kistenseite – Durchmesser der Stäbe)
: (Anzahl der Stäbe + 1)
= Abstand zwischen den Stäben

Meine Kistenseite ist 27cm lang, die Stäbe haben einen Durchmesser von 4mm, die Seite soll von 4 Stäben unterteilt werden:

(27cm – 4×0,4cm) : (4 + 1) = 25,4cm : 5 = ~ 5cm (muss ja nicht soooo genau sein…)

Dann zeichnet ihr das Ganze an: Zuerst einen Abstand, dann die Breite des Holzstabs, dann wieder einen Abstand, usw.

Bohrlöcher anzeichnen

Wichtig! Die Löcher der kurzen und der langen Seite werden in unterschiedlicher Höhe gebohrt, sonst kann man die Stäbe nicht durchschieben. Wenn die Stäbe der kurzen Seite z.B. einen Abstand von 1cm zum oberen Rand haben, bekommen die Löcher der langen Seite einen Abstand von 2-2,5cm vom oberen Rand.

Löcher für Holzstäbe

Jetzt bohrt ihr die Löcher. Holzbohrer haben eine Spitze am Ende, so dass man sie sehr genau im angezeichneten Abstand positionieren kann:

Löcher bohren

Danach schleift ihr die Bohrlöcher glatt:

Löcher schleifen

Dann schiebt ihr die Holzstangen durch die Löcher, so dass die Stange an der einen Seite bündig mit der Kiste abschließt:

Holzstangen durchschieben

Anschließend sägt ihr die Stange auf der anderen Seite ab. Wenns nicht ganz bündig ist, schleift das überstehende Holz einfach ab:

Holzstangen absägen

Und so siehts dann fertig aus mit allen Stangen:

Abtrennung fertig

Ich hab die Boxen von außen noch mit weißem Lack angesprüht (ist nicht wirklich so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe – eher Shabby Landhausstil aber egal, unterm Tisch sieht man das ja nicht…)

Glasstäbebox lackiert

Und so sieht es dann aus, wenn es fertig eigeräumt ist:

fertige_glasstaebe_box_03

So, jetzt muss nur noch der Rest aus dem Zimmer raus, unter anderem das 1100l Aquarium…

😉

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Exkursion Thüringer Wald – Teil 1

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Wir waren eine Woche in Sonneberg, nach dem Haus von Chris’ Oma sehen. Hab es mir natürlich nicht entgehen lassen, in Lauscha vorbeizuschauen, wo die Glasstäbe für meine Perlen herkommen. Und so siehts in der Glashütte aus:
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Glasstäbe werden so gemacht: erst wird ein dicker Glasböbbel geformt:
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Dann kommt ein 2. Dude mit einem Platt-Teil, an das der Glasböbbel angedockt wird:
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Und dann wird das Ding gezogen, gaaaaaaanz lang:
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So siehts im Stablager aus:
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Und das kann man dann daraus machen – wenn man es, anders als ich, kann 😉
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Alles das kann man im Online-Shop der Farbglashütte Lauscha kaufen. 😉

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Stell dir vor…

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du guckst zum Wohnzimmerfenster raus und siehst das da:
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Ja, der Rettungshubschrauber ist direkt vor unserem Haus gelandet. Und da sag noch mal einer, in Schluttenbach is nix los! 😉

Heute gabs neues elektronisches Spielzeug. Nachdem Chris am Samstag eine Heckenschere bekommen hat, hab ich mir heute endlich eine neue Nähmaschine geleistet. Ein Traum: Die Brother Innovis 30 von http://www.naehmaschinen-welt.com . Da der Laden in Landau ist, sind wir heute abend einfach kurz vorbeigefahren. Prima Service, super Beratung. Falls jemand was in der Richtung braucht, das ist eine gute Adresse.

Blöd is nur, das das Ding ein Display hat. Konnte den Meister gerade noch davon abhalten, Linux drauf zu installieren. Ich hab mit dem Gerät dann noch was Sinnvolles angestellt und eine Krabbeldecke gebastelt. Bis zum Krabbeln ist zwar noch ein bisschen hin, solange können sich ja schon mal die Katzen drauflegen ;-).
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Zur Einweihung…

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der neuen Blog-Kategorie “Goldenes Handwerk” darf ich euch heute meine neueste Kreation vorstellen. Ich habe sie “archaisch grobschlächtige Fingerzinkenverbindung” genannt. Nachdem mir vor kurzem der Zuständigkeitsbereich “Holz” im Haus übertragen wurde, habe ich mich heute erstmalig an die Materie angenähert – und zwar mit diesem Brett:
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Schritt 1: Brett zersägen
Ich habe es geschafft, das Brett in 4 annährend gleichgroße Teile zu zersägen. Annährend leider nur deswegen, weil ich die Breite des Sägeblatts nicht berücksichtigt hatte. Na ja, beim nächsten mal dann.
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Schritt 2: Hobeln
Wer nicht gleichgroß sägen kann, muss hobeln. Ohne eine Werkbank mit so einem Einspanndingens ist das allerdings gar nicht so einfach. Spaß macht es trotzdem und eine Heidenschweinerei. Das Ergebnis: 4 Bretter, die sich noch ein bisschen ähnlicher geworden sind:
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Schritt 3: Zinken
Der Ehrgeiz hat mich gepackt und statt die Bretter einfach nur zu nageln, leimen oder gar Maschinen zu benutzen, habe ich mit Hilfe der Anleitung in “Sebst ist der Mann – Holzbearbeitung” mich an die Eckverbindungen gewagt. Hier die erste Ecke:
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Eckverbindung ist in diesem Fall vielleicht etwas übertrieben, die hat nämlich so viel Luft, das sie ohne Leim überhaupt nix hält. Auch hier gilt: Immer an die Sägeblattbreite denken und lieber ein bisschen kleiner machen. Bei Ecke 3 hat es dann zum ersten Mal funktioniert. Die Verbindung hält:
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Und das ist das heutige Zwischenergebnis:
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Nicht schön aber selten. 😉 Jetzt fragt ihr euch sicher, was das werden soll…

In meinen kühnsten Träumen, schwebt mir Folgendes vor:
kyoto4tops_wenge.JPG

Wehe, es lacht jetzt jemand!!! 😉

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